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Im Online Marketing erfreuen sich Dashboards immer größerer Beliebtheit. Vom Marketingleiter bis zum SEO Verantwortlichen träumt jeder davon, mit einem Dashboard einen besseren Job in kürzerer Zeit zu erledigen. Getreu dem Mott: Zeit die ich bei Reportingaufgaben spare, kann ich in Optimierungen stecken.

Doch wie entsteht eigentlich so ein Dashboard? Und warum kann ich nicht einfach irgendwo „das beste Online Marketing Dashboard der Welt“ kaufen?

Dies liegt, wie so oft daran, dass es keine wirkliche „One size fits all „-Lösung gibt. Jedes Unternehmen hat individuelle Reportinganforderungen und benötigt dementsprechend auch individuelle Lösungen.

Der Prozess der Erstellung eines Dashboard ähnelt den Prozessen, die auch zur Erstellung von anderen digitalen Inhalten durchlaufen werden. Stark vereinfacht lässt sich das Ganze wie folgt darstellen:

Dashboard Erstellungsprozess

Dass man auf dem Weg zum „Launch“ noch 3 Re-briefings, 4 Abstimmungsmeetings, 7 Calls, 3 verworfene Designs usw. hat, ist zur Vereinfachung für den Leser nicht in die Visualisierung eingeflossen.

 

1.1 Briefing

Um sich viel Stress zu ersparen, sollte man in jedem Fall ein Briefingdokument verfassen, das sehr klar definiert, was das Dashboard am Ende leisten soll bzw. wann das Projekt vom Kunden als Erfolg bewertet wird.

Je genauer individuelle Bedürfnisse formuliert werden, desto besser kann das Dashboard genau diesen gerecht werden. Dazu sollten in das Briefing genau die Mitarbeiter einbezogen werden, die zukünftig mit dem Dashboard arbeiten würden. Müssen in dem Dashboard beispielsweise ganz bestimmte custom Metriken aufgenommen werden, so muss dies frühzeitig bekannt sein. Mit Sicherheit werden die Web Entwickler andere Anforderungen an ein Dashbaord stellen als die SEA Verantwortlichen im Unternehmen.

1.2 Konzeption

Bei der Konzeption wird beachtet, wie das Dashboard den Anforderungen (inhaltlicher & technischer Natur) gerecht werden kann. Muss das Dashboard responsive sein? Muss eine Exportfunktion angeboten werden? Müssen Rohdaten oder versandfertige Reports exportiert werden? Muss die Benutzeroberfläche für jeden Nutzer individualisierbar sein? usw.

Natürlich steigt der Projektaufwand mit jedem angefragten Feature daher sollte man als Kunde hier ehrlich mit sich selbst sein und klar zwischen must-have und nice-to-have unterscheiden.

1.3 Design

In abhängig der eingesetzten Technologie zur Visualisierung, gibt es mehr oder weniger Design-Optionen. Generell sollte jedoch zwischen Design & Dekoration unterschieden werden. Das Dashboard sollte in erster Linie dazu dienen eine hohe Benutzerfreundlichkeit zu erzielen und nicht einen Design-Award zu gewinnen. Hierbei gilt, „Form follows Funktion“ ohne dabei langweilig zu werden. Dekorative Elemente (Brand Images, Videos, usw.) sollten nur verwendet werden, wenn Sie nicht vom eigentlichen Zweck ablenken.

Keep it simple, make it effective and long lasting.

1.4 Entwicklung

Die Entwicklungsphase wird neben dem Briefing-Dokument stark durch die verwendeten Technologien bestimmt. Diese Phase ist dementsprechend von Projekt zu Projekt unterschiedlich komplex und zeitaufwendig.

1.5 Launch

Vor dem Launch sollten einige Beta-Testläufe mit Endnutzern durchlaufen werden. So besteht die Chance vor Livegang noch Fehler zu bereinigen oder Dinge zu ergänzen. Ein enger Austausch zwischen Auftraggeber und Dienstleister ist dementsprechend sehr wichtig.

Fazit:
Wie so oft im Leben macht es also auch bei Dashboards Sinn, ein wenig zu investieren, um das Dashboard zu bekommen, das dem eigenen Unternehmen tatsächlich weiterhilft. Investieren heißt hierbei nicht nur Geld, ausgeben sondern auch Zeit dafür einplanen die benötigten Abstimmungsrunden mit dem technischen und strategischen Dienstleistern  einzuplanen und aktiv am Projekt mitzuarbeiten. Nur so kann das Ergebnis stimmen.

 

 

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