Dashboard

Stell Dir vor, Du bist Pilot, sollst 100 grölende Passagiere nach Mallorca fliegen und willst den Flieger starten. Du sitzt entspannt im Cockpit und dann fällt Dir auf:

  • die Instrumente zeigen Dir an, dass Du Kerosin hast, aber nicht wie viel
  • die Tempoanzeige geht nicht
  • nur einer der Scheibenwischer funktioniert und
  • dein Co-Pilot steht unter Drogen.

Was würdest Du tun?

Ich gehe jetzt mal davon aus, dass Du so verantwortungsvoll genug bist, NICHT den Flieger zu gen Mallorca zu starten. Leider sieht man das beim Thema Tracking nicht, da der Impact sich nicht in Menschenleben ausdrückt – zum Glück!

Anfang 2000 hat man den Marketers noch erklärt, wie wichtig Online-Tracking ist und dass man dafür nicht die Logfiles auswertet, sondern pixelbasierte Trackingsysteme integriert, um zu verstehen was auf der Website passiert, wer die Besucher denn nun sind, wo es auf der Website hakt.

Seitdem sind einige Jahre ins Land gegangen, alle haben nun verstanden, dass das Messen die Basis für alle Aktivitäten ist und haben teilweise sogar mehrere Trackingsysteme im Einsatz.

Was aber einige noch unterschätzen sind 3 Punkte:

  1. Intelligentes Tracking zu definieren, was einem im Reporting die nötige Flexibilität liefert
  2. Pflege, Anpassung des Trackings über die Zeit (Tracking-Hygiene)
  3. Kampagnen-Tracking

Zu dem ersten Punkt

Wir müssen ganz klar verstehen, was unsere Businessziele sind und wie wir daraus relevante Kennzahlen ableiten können. Dann erst können wir das sogenannte Measurement Framework aufsetzen, welches definiert, wie der Aufbau des Trackings auszusehen hat (Nomenklatur, Variablen, Sondermesspunkte).  Websites oder Apps sind nun mal nicht alle gleich aufgebaut und durch ein intelligentes System hat man die Möglichkeit aussagekräftige Reportings zu erzeugen.

Zum zweiten Punkt

Einmal eingebaut und dann war’s das? In vielen Fällen leider nicht. Klar, wen man ein super Measurement Framework definiert hat und das Ganze über ein Tag Management System eingebaut hat, dann ist es egal ob eine Seite hinzukommt oder wegfällt. Wenn wir aber neue Seiten integrieren, die zusätzliche Inhalte, Funktionalitäten anbieten oder anders aufgebaut sind, dann muss das Tracking hierfür angepasst werden.

Oft kommen neue Microsites hinzu oder Apps – gar nicht selten schon passiert,  dass erst eine Weile nach Livegang daran gedacht wird, dass diese gar nicht verpixelt wurden. So, als ob Du als Pilot paar Passagiere einfach vergessen hast.

Idealerweise definiert man dafür einen Prozess und sogenannte Naming Conventions (Definition einer Struktur bei der Namensgebung).

Zum dritten Punkt

Um zu verstehen, welche Marketingaktionen welchen Einfluss auf die User haben, ist es wichtig, auch die Einstiege richtig zu messen. Idealerweise entwickelt man auch eine sprechende Guideline für Kampagnentracking, so dass es möglich ist nicht nur nachzuvollziehen, dass User über eine Kampagne eingestiegen sind, sondern auch über welche. Wann immer man eine Kampagne aufsetzt, sollte man das Tracking berücksichtigen und im Reporting den Check machen, dass auch die Daten richtig einlaufen.

Die Einhaltung dieser drei Parameter ist die Basis für ein aussagekräftiges Reporting, das auf einer sauberen Datenbasis erfolgt.

Als verantwortungsvoller Pilot gehst Du bei jedem Start Deine Checkliste durch und stellst damit sicher, dass alle wichtigen Punkte erledigt sind, bevor Du den Motor startest  –  und das solltest Du auch beim Tracking machen, um eine Bruchlandung zu vermeiden.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT